Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge

Rechte und Pflichten nach der Genfer Flüchtlingskonvention — ein Überblick

Grund­lage des inter­na­tionalen Flüchtlingsrechts ist das “Abkom­men über die Rechtsstel­lung der Flüchtlinge” vom 28. Juli 1951. Diese Flüchtlingskon­ven­tion ist in Deutsch­land mit Gesetz vom 1. Sep­tem­ber 1953 verkün­det wor­den (BGBl. II S. 559) und am 22. April 1954 in Kraft getreten gemäß Bekan­nt­machung des Bun­de­saußen­min­is­ters vom 25. April 1954 (BGBl. 1. II S. 619).

Mit der Gen­fer Flüchtlingskon­ven­tion (GFK) wird in Artikel 1 GFK der Begriff des Flüchtlings genau definiert und nach­fol­gend eine Rei­he von grundle­gen­den Recht­en und Pflicht­en fest­gelegt. So wird genau geregelt, welchen rechtlichen Schutz ein Flüchtling von einem Unterze­ich­n­er­staat der Kon­ven­tion zu erhal­ten hat. Eben­so legt es die zu leis­tende Hil­fe fest und bes­timmt die sozialen Rechte.

Ein Flüchtling hat u.a. ein Recht

  • auf Schutz vor Diskri­m­inierung auf­grund von Rasse, Reli­gion oder des Herkun­ft­s­lan­des (Artikel 3 GFK).
  • auf Reli­gions­frei­heit (Artikel 4 GFK).
  • auf Zugang zu den Gericht­en (Artikel 16 GFK).
  • auf einen Reiseausweis für Flüchtlinge (Artikel 28 GFK).
  • auf Straf­frei­heit in Bezug auf die ille­gale Ein­reise bei unmit­tel­bar­er Ein­reise aus dem Flucht­land und sofor­tiger Mel­dung bei den Behör­den (Artikel 31, Abs. 1 GFK).
  • auf Ausweisungss­chutz (Artikel 33 GFK), Grund­satz der Nichtzurück­weisung. Ver­bot der Zurück­weisung in ein Land, in dem der Flüchtling Ver­fol­gung fürcht­en muss (Non-Refoule­ment-Prinzip);
  • auf Gle­ich­be­hand­lung gegenüber anderen Aus­län­dern (Artikel 7, Nr. 1 GFK).

Neben den Recht­en sind in der Flüchtlingskon­ven­tion auch Pflicht­en des Flüchtlings fest­gelegt.

  • Die Geset­ze und Bes­tim­mungen des Asyl­lan­des hat der Flüchtling zu respek­tieren (Artikel 2 GFK).
  • Jede Per­son hat indi­vidu­ell nachzuweisen, dass ihre Furcht vor Ver­fol­gung begrün­det ist.