Die Auf­ga­ben des UNHCR

Zur Durch­füh­rung sei­ner Auf­ga­ben ist der Hoch­kom­mis­sar für Flücht­lin­ge fast aus­schließ­lich auf frei­wil­li­ge Zah­lun­gen ange­wie­sen, um die das Flücht­lings­kom­mis­sa­ri­at in Genf selbst wer­ben muss. Zu dem recht­li­chen Schutz ist in immer stär­ke­rem Maße auch huma­ni­tä­re Hil­fe für Flücht­lin­ge zu leis­ten. So ste­hen zum Bei­spiel seit Anfang des Bür­ger­kriegs in Syri­en Flücht­lings­la­ger unter der Ver­ant­wor­tung des Flücht­lings­hoch­kom­mis­sa­ri­ats (u.a. Zaa­tari in Jor­da­ni­en). Für das Jahr 2016 lag der Finanz­be­darf bei 7,2 Mil­li­ar­den US-Dol­lar – und die­se Sum­me wird wei­ter stei­gen. Lei­der wird die Arbeit des UNHCR durch ein enor­mes Miss­ver­hält­nis der not­wen­di­gen Zuwen­dun­gen für sei­ne Pro­gram­me zu den tat­säch­lich erfolg­ten Zah­lun­gen behin­dert. Daher konn­ten vie­le Bedürf­nis­se der Ziel­grup­pe des UNHCR nicht befrie­digt wer­den. Bereits 2015 hat der dama­li­ge Flücht­lings­hoch­kom­mis­sar berich­tet, dass die Res­sour­cen nicht län­ger aus­rei­chen wür­den, um 60 Mil­lio­nen Ver­trie­be­ne welt­weit zu versorgen.

Für sei­ne Arbeit erhält das UN-Flücht­lings­kom­mis­sa­ri­at von den Ver­ein­ten Natio­nen ledig­lich einen klei­nen Zuschuss zu den Ver­wal­tungs­kos­ten. Der Groß­teil der Finan­zie­rung hat durch Zuwen­dun­gen von Staa­ten und Staats­ver­bün­den wie der Euro­päi­schen Uni­on, Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen, von Unter­neh­mens­ver­bän­den, Stif­tun­gen und ein­zel­nen Per­so­nen zu erfol­gen. So lag die Unter­stüt­zung der Bun­des­re­gie­rung bei rund 143 Mil­lio­nen US-Dol­lar (2015). Außer­dem wer­den pri­va­te Spen­den von dem in Bonn ansäs­si­gen Ver­ein UNO-Flücht­lings­hil­fe gesam­melt und an den UNHCR wei­ter­ge­lei­tet (in 2015 rund 18 Mio. Euro). Damit zählt Deutsch­land zu den 10 Haupt­geld­ge­bern des UNHCR (in 2015) hin­ter den USA, Groß­bri­tan­ni­en, die Euro­päi­sche Uni­on und Japan.

Ein wich­ti­ger Bereich des UNHCR besteht auch in der Öffent­lich­keits­ar­beit und Mei­nungs­bil­dung:
Seit 1954 wird jähr­lich der Nan­sen­-Flücht­lings­preis an eine Ein­zel­per­son oder eine Grup­pe ver­lie­hen, um deren außer­ge­wöhn­li­che Hin­ga­be für
den Flücht­lings­schutz zu wür­di­gen. Das damit ver­bun­de­ne Preis­geld stif­ten die Regie­run­gen von Nor­we­gen und der Schweiz.

Aber auch der Welt­flücht­lings­tag am 20. Juni bringt regel­mä­ßig die pro­ble­ma­ti­sche Situa­ti­on und die Not der Flücht­lin­ge wie­der in den Fokus der Öffent­lich­keit zurück.

Dar­über­hin­aus tra­gen diver­se Kam­pa­gnen zur Öffent­lich­keits­wirk­sam­keit bei. Zum Welt­flücht­lings­tag 2017 hat die UNO-Flücht­lings­hil­fe z.B. zur Blog­ger­pa­ra­de auf­ge­ru­fen. In der gesam­ten Bun­des­re­pu­blik berich­ten Blog­ger zu dem The­ma Flücht­ling, deren Schick­sa­le und die Situa­ti­on in Deutsch­land. Nach Mit­tei­lung des Ver­eins soll dadurch auch die Moti­va­ti­on gestei­gert wer­den, eine Peti­ti­on an die Regie­run­gen der Welt zu unter­zeich­nen unter dem Mot­to ” Wir ste­hen zusam­men – #With­Re­fu­gees “.

Auch die per­sön­li­chen Besu­che des Hoch­kom­mis­sars in diver­sen Län­dern kön­nen sei­ne Arbeit unter­stüt­zen. So fan­den am 29. Mai 2017 in Ber­lin Gesprä­che mit Außen­mi­nis­ter Gabri­el und Bun­des­in­nen­mi­nis­ter Tho­mas de Mai­ziè­re statt, in dem der UNHCR stra­te­gi­sche­res Enga­ge­ment für die Kon­flikt­be­kämp­fung und bes­se­ren Flücht­lings­schutz gefor­dert hat.

Außer­dem kön­nen Ver­öf­fent­li­chun­gen die Zie­le des UNHCR unter­stüt­zen. Im Blick auf die Bun­des­tags­wahl 2017 in Deutsch­land hat der UN-Hoch­kom­mis­sar für Flücht­lin­ge z.B. ein Eck­punk­te­pa­pier ver­fasst mit dem Titel “For­de­run­gen für die Stär­kung des Flüchtlingsschutzes”.

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